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Maranatha Singers All 2

Musikalisches Fest für Herz und Seele
"Maranathe Singers" aus Windhoek schlagen mit ihren Liedern Brücken zwischen Namibia und Deutschland

Von Ulrike Schiefner

Korbach/ Willingen. Sie sind die "Crème de la Crème" der namibischen Chorsänger. Sie begeistern das Publikum in ihrem Heimatland und im benachbarten Südafrika. Und jetzt verzaubern die "Maranatha Singers" auch die deutschen Zuhörer. Auf ihrer ersten Reise nach Europa machten sie am Wochenende im Kirchenkreis des Eisenbergs Station.

 


Maranatha Singers AllDie 36 Sängerinnen und Sänger haben in den letzten Monaten viel Energie und Zeit aufgewandt, um die knapp dreiwöchige Konzert-Tour vorzubereiten. Mit ihrer Musik wollen sie Brücken zwischen den Menschen in Namibia und in Deutschland schlagen. 300 erwartungsvolle Besucher kamen am Samstagabend in die Korbacher Kilianskirche. Dekan Bernd Böttner hieß zu dem besonderen Konzert auch einen seiner Amtsvorgänger willkommen – Helmut Will, der vor mehr als 25 Jahren den Grundstein für die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis des Eisenbergs und der Epheser- und Macedonia-Gemeinde in Katutura gelegt hat, einem Stadtteil von Windhoek, in dem übrigens einige der „Maranatha Singers“ zu Hause sind.
Maranatha Singers All 3Evy George hat das Ensemble im Juni 2005 gegründet, eine Frau, die sich seit vielen Jahren auf musikalischem Gebiet engagiert und in ihrem Heimatland zahlreiche Chöre leitet. Sie legt keinen Wert auf große Gesten, aber auf höchste musikalische Qualität.Die „Maranatha Singers“ spiegeln die ethnische und kulturelle Vielfalt Namibias wider. Die meisten von ihnen haben früher schon in anderen Chören mitgewirkt. Ebenso wie Evy George möchten sie das traditionelle afrikanische Liedgut pflegen, sind zugleich aber offen für neue Chormusik. Einen Komponisten schätzen sie besonders: Marcellinus Swartbooi, der selbst dem Chor angehört. So bunt und vielseitig wie das musikalische Programm ist das „Outfit“. Farbenprächtige Kostüme und Gewänder werden durch teilweise extravaganten Kopfschmuck vervollständigt: Kunstvoll geschlungene Tücher, Federn, sogar Borsten vom Stachelschwein. Das Korbacher Publikum genoss das musikalische Ereignis, das Herz und Seele gleichermaßen ansprach, in vollen Zügen: Ein unvergessliches zweistündiges Programm mit alten und neuen Liedern aus verschiedenen afrikanischen Ländern, mit Trillern, Juchzern und temperamentvollen Tänzen, aber auch mit leisen, ergreifenden Songs. Neben überschäumender Lebensfreude klang immer wieder tiefe und kraftvolle Religiosität an. Die Zuhörer ließen sich vom Zauber faszinierender Stimmen, von solistischen Glanzleistungen, dynamischen Rhythmen, dem Klang der Trommeln und perfekter Choreografie mitreißen. Manch einer ging in Gedanken auf Reisen in das ferne Land im Südwesten des Schwarzen Kontinents. „In den Melodien wird etwas von der Weite und der Farbe Afrikas spürbar“, meinte Pfarrer Christian Röhling, der den Chor am Sonntag „Jubilate“ in Willingen begrüß-te. Dank des Besuchs der „Maranatha Singers“ kam das vielfach so unbekannte Afrika den Upländern ebenfalls ein Stück näher. Der Chor trug auch mit seinem Auftritt im Weltcup-Ort dazu bei, eine Brücke zu bauen, die die Menschen unterschiedlicher Kontinente und Kulturen miteinander verbindet. „Spuren der Liebe Gottes bleiben in unseren Herzen zurück“, so der Willinger Pfarrer, der den Gottesdienst gemeinsam mit seinem Schwalefelder Kollegen Ulf Weber hielt. Nach einem weiteren Konzert in Sachsenberg reisen die „Maranatha Singers“ heute weiter nach Bielefeld, der nächsten Station ihres Deutschland-Aufenthalts.


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