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Lokale Agenda 21 in Lichtenfels

Von den 426 hessischen Kommunen haben bisher über 200 Kommunen den politischen Beschluss gefasst, eine Lokale Agenda 21 zu erarbeiten, also einen langfristigen kommunalen Aktionsplan für die Entwicklung on der jeweiligen Gemeinde im 21. Jahrhundert durch die Übertragung der Agenda 21 auf die spezielle kommunale Situation.
Die Entwicklung einer Kommune ist so auszurichten, dass sie ihrer globalen Verantwortung für das Wohlergehen heutiger und künftiger Generationen gerecht wird. Dabei darf sich die Lokale Agenda 21 nicht auf ein Umweltschutzprogramm reduzieren. Sie muss im Sinne des bereits erwähnten Zieldreiecks das Thema Umwelt mit wirtschaftlichen und sozialen Ansprüchen verbinden und als Zielbündel zusammen mit allen Bürgern, Vereinen und Gewerbetreibenden voranbringen.
Vor diesem Hintergrund entwickelte die Stadt Lichtenfels im November 2006 die Idee, eine Aktion Mach-Mit/ Lokale Agenda 21 ins Leben zu rufen, was nach dem entsprechenden Beschluss der Stadtverordneten schließlich konkretisiert wurde. Dabei ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Verein Region Kellerwald-Edersee e.V. (Kellerwaldverein) vorgesehen, um so auch eine finanzielle Förderung von Einzelprojekten zu ermöglichen.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit und über das Regionale Entwicklungskonzept (REK) ist für Einzelprojekte die Teilnahme an einem Bewerbungsverfahren möglich. Dabei ist die Einbindung des Einzelprojekts in ein Förderprogramm (LEADER-Programm) das Ziel.
Gefördert werden vorbereitende Planungen, touristische Infrastruktur, landtouristische Projekte, Existensgründungen, Betriebserweiterungen, überregionale Kooperationen, gemeinschaftliche Marketingprojekte und Qualifizierungsmaßnahmen.
Die für Hessen vorgesehene Programmfinanzierung durch EU, Bund und Länder beträgt etwas 25 bis 30 Mio. Euro.

 

Agenda 21

1992 fand in Rio de Janeiro eine „Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung“ mit 179 Teilnehmerstaaten statt.
Diese Staaten wiesen gemeinsam auf den dringenden Handlungsbedarf zur Erhaltung der Lebensgrundlagen hin. In diesem Zusammenhang beschlossen sie fünf verschiedene Dokumente: eins davon Agenda 21, gedacht als Arbeits- und Aktionsprogramm (Agenda = lat. Das, was zu tun ist).
In 40 Kapiteln wurden die Ziele, Maßnahmen und Umsetzungs-Instrumente benannt. Wesentlicher Ansatz ist die Integration von Umweltaspekten in alles Handlungs- und Politikbereiche.
Die vier wichtigsten Politikbereiche, nämlich

    · Vorsorge für die kommenden Generationen
    · Weltweite soziale Gerechtigkeit
    · Umweltschutz
    · Effektives Wirtschaften

sollen künftig nicht mehr gegeneinander arbeiten, sondern gleichberechtigt in ihrem Stellenwert behandelt werden.
Leitbild bei allen Aktivitäten der Agenda 21 ist die nachhaltige Entwicklung. Dadurch will die Agenda 21 verhindern, dass auf Kosten unserer Natur oder auf Kosten unserer Kinder oder anderer Menschen und Religionen gewirtschaftet und gelebt wird.
Agenda 21 will die bisherige Trennung zwischen ökologischer, ökonomischer und sozialer Entwicklung aufheben. Sie sollen künftig als eine Einheit, als so genanntes Zieldreieck verstanden werden.


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