HNA 30. Juni 2010/R
Bürgersolarpark Lichtenfels ist am Netz
Auf acht öffentlichen Gebäuden stehen Photovoltaikanlagen des Bürgersolarparks. Letzten Dienstag ist die Anlage auf der Knöchelhalle Sachsenberg ans Netz gegangen. 174 Solarmodule wurden auf der Halle installiert. Weil die Paneele nur auf dem Dach liegen,werden sie von sechs Tonnen Rasenkantensteinen gegen Sturm gesichert, sagt Elektromeister Johannes Schmidt von der Sachsenberger Firma Engel Haustechnik. Bei Sonnenschein produziert sie 39 Kilowatt Strom. Die Knöchelhalle gehört dem Landkreis. Die anderen Gebäude der Stadt Lichtenfels. Die kleinste auf dem Rathaus
produziert 7,6 Kilowatt Strom.
Insgesamt kann der Bürgersolarpark 150 kilowatt Strom erzeugen. Lichtenfels Solar geht von jährlich 830 Sonnenstunden aus, sagt Geschäftsführer Adolf Scheuermann. Das entspricht einem Ertrag von 48.500 €, aus denen Kredite getilgt, Ausgaben bestritten und die versprochene Rendite an die Geldgeber ausgezahlt wird.
Die Einspeisevergütung beträgt noch 39 cent pro Kilowattstunde, ab 1. Juli wird er vom Gesetzgeber reduziert.
27 Lichtenfelser haben sich mit fast 190.000 € an Bürgersolarpark beteiligt. Die Anlage hat nach Scheuermanns Angaben etwa 415.000 € gekostet. Dadurch musste weniger Geld bei den Banken aufgenommen werden.
Als bisher einzige Kommune in Waldeck-Frankenberg nimmt Lichtenfels an der bundesweiten Imagekampagne SolarLokal teil.
SolarLokal ist eine bundesweite Imagekampagne für Solarstrom in Kreisen, Städten und Gemeinden. Ziel ist, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieversorgung zu erhöhen. Die Kampagne wird getragen von dem Naturschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. und dem deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund.
Weitere Informationen zu SolarLokal, Solarstrom und der bundesweiten SolarLokal-Dachbörse unter:
http://www.solarbundesliga.de/?content=landeswertung&land=06
Drei Gemeinden aus dem Kreis wollen das Klima schützen
Ausstoß der Treibhausgase reduzieren
Waldeck-Frankenberg. Mit der Erstunterzeichnung der Charta für den Klimaschutz durch 26 Städte und Gemeinden ist am Mittwoch in Kassel das Hessische Klimaschutzforum zu Ende gegangen. Die Kommunen verpflichteten sich, künftig den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden zu reduzieren, verstärkt erneuerbare Energien für die Strom- und Wärmerzeugung einzusetzen und den Ausstoß schädlicher Treibhausgase zu reduzieren.
Zu den unterzeichnenden Kommunen gehören auch Bad Wildungen, Bromskirchen und Lichtenfels. "Insgesamt sucht die Landesregierung 100 Städte und Gemeinden, die das Papier unterzeichnen", sagte Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister beim Klimaschutzforum. Die zweitägige Veranstaltung mit knapp 300 Teilnehmern war eine der letzten internationalen Expertenrunden vor dem Weltklimagipfel von Kopenhagen.
Weinmeister rief zu verstärktem Einsatz gegen Treibhausgase auf, die das Klima schädigten. "Der Klimawandel ist die allergrößte Herausforderung für uns alle. Nur durch die Reduktion von schädlichen Treibhausgasen kann der Klimawandel aufgehalten werden", betonte Weinmeister. Er rief die hessischen Kommunen und Städte dazu auf, sich am aktiven Klimaschutz zu beteiligen. Dies sei aus ökologischen und ökonomischen Gründen sinnvoll.
HNA vom 25.11.09
Hessisches Klimaschutzforum in Kassel
Wenige Tage vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen hat am Dienstag das Hessische Klimaschutzforum in Kassel begonnen. Umweltministerin Lautenschläger (CDU) hat Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unter dem Motto "Klimaschutz zwischen Finanzkrise und Konjunkturprogrammen" zusammengerufen.
Hessenschau vom 24.11.09
Anmoderation: Klimafreundliches Lichtenfels
Wie wird Hessen für die klimafreundliche Zukunft fit gemacht?
Das hessische Umweltministerium setzt dabei auch auf die Unterstützung von Kommunen, die klimaneutral werden wollen. So werden Modellprojekte mit 60.000 € gefördert, die anschließend auch auf andere klimabewusste hessische Kommunen übertragen werden sollen. Das hessische Projekt soll Strategien von Kommunen zur Erreichung von Klimaneutralität entwickeln.
Am Beispiel der nordhessischen Stadt Lichtenfels wird deutlich, wie Kommunen in Hessen investieren, um eine klimafreundliche Zukunft zu gestalten.
Auf der Konferenz in Kassel werden Ideen, Planungen und bereits umgesetzte Projekte vorgestellt und gleichzeitig wird Lichtenfels wie andere Kommunen eine „Charta der Klimaaktiven Kommunen“ unterzeichnen.
hr-Info, hr1, hr4-Nordosthessen vom 25.11.2009
Thomas Korte fasst die interessantesten Projekte in Lichtenfels zusammen.
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