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Nachrichten vom 07.11.2007 

Die Finanzlage bleibt weiter trostlos - WLZ


Nachtragshaushalt für Lichtenfels vorgelegt

Lichtenfels-Rhadern (tsp). Die Ausgaben steigen, die Einnahmen sinken – die Haushaltslage der Stadt Lichtenfels bleibt weiter trostlos. Gestern legte Bürgermeister Uwe Steuber den Nachtragshaushalt für das Jahr 2007 vor, der einmal mehr mit unangenehmen Überraschungen aufwartete. Der Nachtragshaushalt umfasst nun ein Volumen von insgesamt 9,9 Millionen Euro.

Von „dramatischen Veränderungen“ sprach Steuber gestern Abend im Lichtenfelser Stadtparlament. Vor allem das Thema Gewerbesteuer sorgte  für Sorgenfalten. Von 600.000 Euro Einnahmen gingen die Verantwortlichen noch Anfang des Jahres aus, real werden wohl höchstens nur rund 310.000 Euro in die Kassen der Stadt Lichtenfels fließen – ein Einbruch um fast 50 Prozent. Verglichen mit den Einnahmen aus dem Jahr 2006 fällt der Rückgang sogar noch höher aus, damals nahm Lichtenfels noch 840.000 Euro aus diesem Posten ein.
Da nützt es auch wenig, dass Schlüsselzuweisungen und der Anteil an der Einkommenssteuer leicht gestiegen sind – unter dem Strich bleibt ein erheblicher Fehlbetrag im Verwaltungshaushalt. Statt rund 300.000 Euro, wie Anfang des Jahres kalkuliert, werden es wohl rund 500.000 Euro werden. Mehrausgaben gab es unter anderem bei den Kindergärten (40.000 Euro). Sorgen bereitet Steuber zudem der Stadtwald: „In den nächsten Jahren werden durch die Kosten für die Aufforstung weitere Belastungen auf die Stadt zukommen“, erklärte der Bürgermeister. Steuber hofft bei der Bewältigung der Folgen des Orkantiefs „Kyrill“ auf finanzielle Hilfe aus Wiesbaden.
Auch die Investitionen der Stadt steigen im Vergleich zu den ursprünglichen Zahlen deutlich an. Der Vermögenshaushalt umfasst nun 2,55 Millionen Euro, fast 600.000 mehr als veranschlagt. Die Kosten für Straßen- und Kanalbau in Münden fielen höher aus als zunächst kalkuliert, dazu wurden in den Haushalt schon weitere Baumaßnahmen in Goddelsheim, Dalwigksthal und Rhadern eingestellt. Die Folge: eine höhere Neuverschuldung, insgesamt 642.000 Euro. Der Schuldenstand der Stadt wird somit auf 5,5 Millionen Euro steigen, eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1.280 Euro. „Uns bleibt weiter wenig Spielraum“,, blickte Steuber auf den Haushalt 2008, der im Dezember dem Parlament vorgelegt werden soll. „Wir müssen weiter auf die Eigeninitiative in den Ortschaften setzen.“
Für einen Lichtblick dorgten zumindest die Gebührenhaushalte. „Die Situation hat sich entspannt“, berichtete das Stadtoberhaupt, die vor einem Jahr beschlossenen Erhöhungen hätten sich bewährt. Im Bereich der Abwasserenntsogung sei ein deutlicher Überschuss zu verzeichnen (164.000 Euro), der der Rücklage zugeführt werden solle. „Dies war bei der Kalkulation so berechnet worden, um für die nächsten Jahre stabile Gebühren zu haben“, sagte Steuber.




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